Dienstag, 27. März 2012

Deutsche Umwelthilfe, Grenzwerte und Grüne


Die Tageszeitung vom 26.03.2012 brachte einen Beitrag mit der Überschrift "Hauptursache für umweltbedingte Todesfälle". Dort steht: "Die Luftverschmutzung durch Feinstaub wird im Jahr 2050 die Hauptursache für umweltbedingte Todesfälle sein. Das prognostiziert die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem aktuellen Umweltbericht. Demnach wird die Zahl der Todesfälle weltweit auf 3,6 Millionen jährlich ansteigen", was so ungefähr der Einwohnerzahl von Berlin entspricht; und weiter "Beim Stickstoffdioxid lagen 57 Prozent der städtisch verkehrsnahen Stationen über dem erlaubten Jahresmittelwert. Die Deutsche Umwelthilfe deckte jüngst auf, dass die gegen den Feinstaub eingeführten Umweltzonen kaum kontrolliert werden".

Die Südwest Presse brachte am 26.03.2012 den Artikel "Nur noch mit grüner Plakette", wonach in Reutlingen und Tübingen aufgrund massiver Grenzwertverletzung bei Feinstaub und Stickstoffdioxid der Luftreinhalteplan verschärft wird. Anscheinend hat auch hier die Deutsche Umwelthilfe geklagt - so wie anderswo (u.a. Wiesbaden, München).

Am 24.03.2012 stand im Schwäbischen Tagblatt ein entsprechender Artikel über Tübingen.

In der Tageszeitung vom 14.02.2012 heißt es: "Es kann nicht sein, dass eine Stadt wie Tübingen mit einem grünen Bürgermeister ihre Umweltzone nicht kontrolliert, sagte der Geschäftsführer der Umweltorganisation, Jürgen Resch, ... in Berlin." Die Umweltorganisation ist übrigens die oben erwähnte Deutsche Umwelthilfe e.V.

Offenbar sind die Grünen ja noch nicht ganz so weit, dass man dort, wo man an der Regierung ist, auch für die Einhaltung gültiger Grenzwerte für Luftschadstoffe sorgen muss? Opposition geht leichter, wie man in einem früheren Blog-Beitrag gesehen hat.

Und zum guten Ende hier noch ein kurzweiliger Beitrag von Spiegel Online vom 26.03.2012 für alle Freunde kräftiger Polemik: "Achtung diese Politiker sind umweltschädlich".