Mittwoch, 21. März 2012

Noch mehr Presseechos:

Wie im vorletzten Beitrag bereits erwähnt, versuchen manche das Thema Bahnlärm zu vertagen. Dazu steht ein Artikel in den Stuttgarter Nachrichten vom 14.03.2012.

Die Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung brachte neulich ein Papier Eckpunkte einer integrierten Strategie zur effektiven Minderung von Verkehrslärm von René Bormann, Bonn, 2012. Das sind zwar zunächst "nur" gute Vorsätze, aber genau solche brauchen wir doch und so manchen Zeitgenossen fehlt es daran offenbar gänzlich: Warum sonst muss man im Verkehrsauschuß zum fünften Mal beim Thema Bahnlärm versagen vertagen?


Hier sei außerdem verlinkt: eine gut gepflegte, aktuelle Presseschau zum Thema Ausbau der Rheintalbahn und deren Nebenwirkungen.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt am 16.03.2012 über die Verletzung des Grenzwertes für Stickstoffdioxid in Wiesbaden. Deswegen haben dort die Grünen und die Deutsche Umwelthilfe das Land Hessen verklagt. Verständlicherweise gehen die Grünen in Baden-Württemberg im Falle der (übrigens ebenso schweren) Grenzwertverletzung in Leonberg nicht ganz so weit: denn hierzulande wird die Landesregierung von Grünen angeführt.

Die Stuttgarter Nachrichten melden am 16.03.2012 eine Fahrbahnsanierung auf der A8 zwischen Möhringen und dem Stuttgarter Kreuz. Anstelle von offenporigem Asphalt ("Flüsterasphalt") wird aus Kostengründen eine weniger lärmschluckende Splitmastixdecke verbaut. Für experimentierfreudige Zeitgenossen: Den Unterschied zwischen Flüsterasphalt und Splitmastix kann jeder von uns gut hören, der mit dem Auto auf der A8 über die Wasserbachtalbrücke zwischen Leonberg-West und Ruteshein fährt. Auf der Brücke liegt Splitmastix, in der Umgebung aber Flüsterasphalt. Den Wechsel im Fahrbahnbelag hört man beim Überfahren ganz deutlich als Lärmzuwachs.

Die Pforzheimer Zeitung hatte am 05.03.2012 den Artikel "Lärm macht die Bürger rasend" über Autobahnlärm in Wimsheim. Scheinbar haben sich auch dort zum Zeitpunkt der Planfeststellung die Bürger nicht so massiv gewehrt, dass es die Verantwortlichen nachhaltig beeindruckt hätte; so lautet jedenfalls heute die Ausrede dafür, warum es so geworden ist.

Und zum guten Ende noch ein etwas älterer Beitrag (nicht vom 1. April) über ein querstehendes Segelboot auf der A8 bei Rutesheim.

Dank an die Hinweisgeber für diese Links ...