Sonntag, 29. Januar 2012

Unfallrisiken

sind Anwohnern der A8 in Leonberg-Silberberg und Umgebung leider sehr vertraut: allzu oft hört man die Martinshörner, man wird auf der A8 in östlicher Richtung im Zulauf aufs Leonberger Dreieck von Möchtegern-Rennfahrern und Spurwechslern in gefährlicher Weise rechts und links überholt oder man hat Schwierigkeiten beim Einfädeln in dichte, schnell fahrende Kolonnen an der Auffahrt Leonberg-West in beiden Richtungen. Deshalb wiesen wir beim Gespräch im Ministerium am 24.11.2011 auf die Unfallrisiken hin.

Erwähnt haben wir dabei, dass bereits ein Tempolimit auf 80 km/h auf der Wasserbachtalbrücke in Richtung Osten gilt und baten um eine ähnliche Maßnahme in Richtung Westen. Im Protokoll des Ministeriums steht, dass das Tempolimit nur temporär nach dem Ölunfall vom 21.02.2011 verhängt wurde und zwar bis zum Abschluss der Sanierung der Fahrbahndecke. Hier nochmal das Bild aus dem Bericht in diesem Blog:

Tempolimit auf 80 km/h auf der Wasserbachtalbrücke in Richtung Osten
Offenbar war die Reparatur der Fahrbahndecke enorm zeitaufwändig? Ein dreiviertel Jahr nach dem Ölunfall war sie anscheinend immernoch nicht abgeschlossen. Oder gibt es bei der zuständigen Behörde vielleicht exorbitante, monatelange Arbeitspausen? Wir wissen das nicht, allerdings erscheint plausibel, dass man das Tempolimit schlicht auf der Autobahn "vergessen" hat.

Aber nun geschah in der Folge etwas sehr Bedenkliches:
  • Das Ministerium sagt uns also eine Prüfung des Unfallrisikos schriftlich zu. Das Ergebnis dieser Prüfung kennen wir nicht, denn es wurde versäumt dieses zu kommunizieren.
  • Die Tatsachen sprechen jedoch für sich: Kurz nach der Zusage einer Prüfung wird das Tempolimit in Richtung Osten aufgehoben.
  • Nur wenig später ereignet sich am 09.01.2012 erneut eine schwere Unfallserie zwischen Leonberger Dreieck und Rutesheim. Bilanz: ein Toter, zwei Schwerverletzte, 40 km Stau bis in den Engelbergtunnel und in die Leonberger Innenstadt. Die Stuttgarter Zeitung hat Bericht und Bilder dazu.