Donnerstag, 11. August 2011

Lausbubenstreiche

Bei Starkregen gibt es an der A8 Entwässerungsprobleme, schreibt die Leonberger Kreiszeitung am 09.08.2011. Von der Hochebene bei Rutesheim fließt das Wasser hinunter ins Glemstal und überschwemmt dabei Felder und Gebäude. Jetzt wird bei den Entwässerungsmaßnahmen nachgebessert und Michael Schmidt bezeichnet die vom Regierungspräsidum Stuttgart angewendeten Methoden als "Lausbubentechnik".

Warum aber strömt das Wasser nicht in die "modernsten Regenrückhaltebecken Baden-Württembergs" unter der Wasserbachtalbrücke, sondern ergießt sich stattdessen in die umliegende Landwirtschaft?

Der Regierungspräsidentenpressereferent Herr Dr. Clemens Homuth-Kuhs teilt uns dankenswerterweise mit, woran es nicht gelegen hat: er erklärt nämlich der Zeitung, "dass die Nachbesserung keinesfalls einen möglichen Konstruktionsfehler behebe".

Wenn die Ursache der Überschwemmung kein unabsichtigter Konstruktionsfehler war, dann folgt eigentlich daraus, dass das ganze vom Konstrukteur genau so beabsichtigt war, wie es geworden ist. In diesem Falle waren tatsächlich arge Lausbuben am Werke.

Etwas ernsthafter gesagt: Es freut sich zwar niemand, wenn es Qualitätsmängel gibt, aber manchmal kommen sie trotzdem vor und die Behebung solcher Mängel ist immer eine gute Tat. Der Unterschied zwischen Lausbuben und Erwachsenen besteht darin, dass wir Großen für unsere Versehen und Irrtümer gerade stehen müssen.