Samstag, 12. Februar 2011

Der Lärmschutz wirkt nicht ausreichend ...

Die folgende Karte basiert auf der Lärm-Neuberechnung des Regierungspräsidiums für die Paulinenstrasse in Silberberg. Sie zeigt die Lärmimmission, also den von der A8 erzeugten und aus verschiedenen Richtungen in die Paulinenstrasse einfallenden Lärm.



Durch Anklicken lässt sich die Karte vergrößern

Der Lärm breitet sich von der A8 entlang der eingezeichneten roten und blauen Strahlen hin zum Wohngebäude aus. Die langen, roten Strahlen zeigen an, dass aus der entsprechenden Einfallsrichtung sehr viel Lärm ankommt, während kurze blaue Strahlen für weniger Lärm stehen.

Wer nun also wissen möchte, wo wieviel Lärm herkommt, möge die Strahlen mit einem Lineal verlängern: Wenig Lärm (entlang kurzer blauer Strahlen) kommt über den Erdwall nördlich der Paulinenstrasse. Viel Lärm (entlang langer roter Strahlen) kommen aus östlicher Richtung von der Wasserbachtalbrücke. Und es kommt auch Lärm aus westlicher Richtung von der Heuwegbrücke.
An den Brücken endet bekanntlich der hohe Erdwall. Und dort wo kein Erdwall im Weg steht, dringt der Lärm wie durch ein offenes Fenster zur Wohnbebauung durch. Die Karte illustriert deshalb, was jeder bei einem Spaziergang durch unseren Stadtteil auch hören kann: Die Lärmschutzwand auf der Wasserbachtalbrücke ist nicht ausreichend wirksam.

Genau dies belegt auch eine weitere Berechnung des Regierungspräsidiums. Dort hat man nämlich im Sinne von "was wäre wenn" eine hypothetische Berechnung durchgeführt, wie sich die Lärmbelastung verändern würde, wenn auf der Wasserbachtalbrücke überhaupt keine Lärmschutzwand installiert worden wäre. Das Ergebnis (die entsprechenden Berechnungstabellen liegen uns vor, sie wurden uns vom RPS zur Verfügung gestellt) ist erschreckend: Ob die Lärmschutzwand vorhanden ist oder nicht, verändert die Lärmimmission in der Paulinenstrasse gerade einmal um 0,8 dB(A). Ein solcher Unterschied wäre kaum hörbar. Auch dieser Vergleich zeigt:
Die Lärmschutzwand auf der Wasserbachtalbrücke ist nicht ausreichend wirksam.

Daraus lässt sich nur eine Schlussfolgerung ziehen: Für den wirksamen Lärmschutz der Anwohner sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich!