Dienstag, 30. März 2010

Lärm und Radweg auch Thema bei der Jahreshauptversammlung des BV

Am Freitag, den 26.3.2010 fand die Jahreshauptversammlung des Silberberger Bürgervereins statt. Nachdem der erste Teil des Abends den internen Berichten und Wahlen des Vereins galt, war der zweite Teil eine "Bürgerfragestunde", bei der sich Finanzbürgermeister Ulrich Vonderheid den kritischen Fragen der Anwesenden stellen musste.

Die Finanzmisere der Stadt Leonberg hatte zwar für die Anwesenden keinen Neuigkeitwert, aber die knappe und prägnante Darstellung durch Herrn Vonderheid ließ wenig Raum für Hoffnungen. Erhöhung der Grundsteuer, der Wasser- und Abwassergebühren und der Kindergartenbeiträge - Herr Vonderheit geht von einer finanziellen Mehrbelastung von durchschnittlich 500,00 € pro Jahr für eine Kleinfamilie aus - sind nur ein Teil der Maßnahmen mit der die Stadt ihre finanzielle Handlungsfähigkeit erhalten will.

Die größten Sorgen und Nöte der anwesenden Silberberger haben aber mit der aktuellen Finanzsituation der Kommune garnicht so viel zu tun. Sowohl der Autobahn-, als auch der Bahnlärm lassen sich nicht durch die städtischen Finanzen beheben. Allerdings - das wurde von vielen Anwesenden deutlich geäußert - erwarten wir von Stadtverwaltung und Gemeinderat wesentlich mehr Unterstützung (z.B. gegenüber dem Regierungspräsidium oder auch gegenüber der Bahn) als wir sie bisher erfahren haben. Auch eine Stadt in der Finanznot kann sich für die Belange ihrer Bürger einsetzen. Der Blick über die eigene Gemeindegrenze z.B. nach Rutesheim und Weissach (beides übrigens Kommunen ohne Haushaltsnöte), die sich gerade bei der Bekämpfung des Autobahnlärms sehr engagiert haben, oder auch der Blick nach Ditzingen und Korntal (was den Bahnlärm anbelangt) zeigt, wie es anders geht. Auch das kann ein Standortvorteil sein!

Auch die Ausbesserungsarbeiten an der Straße nach Leonberg (zwischen Wasserbachtalbrücke und Hof Weimer) haben nichts mit den städtischen Finanzen zu tun, denn diese Arbeiten gehören noch zum Umfang des Autobahnausbaus. Aber auch hier erwarten wir von der Stadtverwaltung dass sie bei den entsprechenden Stellen nachhakt. Und die Bürger über solche Bemühungen und den Stand der Dinge regelmäßig zu informieren wäre auch kein Schaden. Und in den Zeiten von elektronischer Post auch kein großer Aufwand.

Die einzige Forderung, die tatsächlich Geld kostet, ist der Fahrradweg. Aber da erwarten wir auch nicht, dass der in nächster Zeit realisiert wird. Jedoch sollte eine Radwegverbindung Silberberg-Leonberg im Radwegeplan eine hohe Priorität haben. Schon alleine um uns Silberbergern nicht das Gefühl zu geben der Blinddarm Leonbergs zu sein: man hat ihn, aber man braucht ihn nicht, und man bemerkt ihn nur, wenn er Schwierigkeiten macht. Es ist schon absurd genug, dass die S-Bahnstation vor unseren Haustüren Rutesheim heisst, da sollte es doch wenigstens möglich sein die Straßenverbindung zur Kernstadt genauso gut zu gestalten wie die Anbindung an unsere Nachbargemeinde. Also auch mit Rad- und Fußweg.

Ein weiteres angesprochenes Problem war an diesem Abend auch die Parksituation an der S-Bahnhaltestelle. Kostenfreies Parken und der Umstand, dass hier die Zahlgrenze zwischen den Zonen verläuft machen unsere Haltestelle für viele Pendler attraktiv. Das lässt sich an den vielen PKW mit Pforzheimer Kennzeichen deutlich ablesen. Ein Parkhaus, wie es die Gemeinde Rutesheim mal angedacht hatte, will hier am Silberberg keiner. Aber, auch das wurde deutlich, kaum jemand hier am Silberberg würde sich daran stören, wenn man am Bahnhof Parkgebühren erhebt. Allerdings muss man dann auch darüber nachdenken, wie man es vermeidet, dass die S-Bahnnutzer dann noch stärker als bisher in den Wohnstraßen (die als Anliegerstraßen eigentlich garnicht von Pendlern genutzt werden dürfen) parken.




Montag, 29. März 2010

LKZ zur Jahreshauptversammlung 2010 des BV

Hier der Zeitungsartikel zu oben stehendem Bericht

LKZ vom 29.03.2010: => Bitte Artikel anklicken.

Urheberrechtlicher Hinweis: Der Artikel wurde mit freundlicher Genehmigung
der Leonberger Kreiszeitung eingestellt.