Samstag, 8. August 2009

Silberberger fühlen sich durch Autobahnlärm gestört


Trotz Sommerwetter, Ferienzeit und VFB-Spiel sind am 7. August rund 30 Silberberger Bürger unserem Aufruf gefolgt und zum SIT gekommen. Darunter waren auch der neue Vorsitzende des Bürgervereins Hans Jörg Hoffmann - auf dem Bild im regen Gespräch mit Manfred Schmitt, der die Veranstaltung moderierte - und einigen Herren aus dem erweiterten Vorstand des Bürgervereins.

In seiner Anmoderation machte Manfred Schmitt klar, dass das Aktionsbündnis "Lebenswerter Silberberg" keine Konkurrenz zum Bürgerverein sein will und darf. Es geht vielmehr darum, alle Silberberger, die sich durch die Auswirkungen, die durch den Ausbau der A8 entstanden sind - subjektiv empfundene Zunahme des Lärms bei Hochdrucklagen,
Radfahrer und Fußgänger gefährdende Straßenführung unter der Autobahnbrücke - zum Engagement und zum Einbringen ihrer Kompetenzen zu bewegen. Je schneller unsere Anliegen aus der Welt geschafft sind, umso schneller wird auch das Aktionsbündnis wieder in der Versenkung verschwinden.

Nachdem von unterschiedlichen Seiten über das, was bisher geschah, berichtet wurde, einigte man sich im Plenum schnell darauf, für die beiden Themengebiete - Radweg, Straße - und Autobahnlärm jeweils unterschiedliche Arbeitsgruppen zu bilden, die sich gezielt mit der Thematik auseinander setzen werden und dann über das jeweilige weitere Vorgehen entscheiden.

Die Arbeitsgruppe Rad-,Fußweg und Straße hat bereits einen festen Termin für das nächste Treffen vereinbart -13. August, 20.00 Uhr im SIT - um die bereits im Bürgerverein vorhandenen Unterlagen und den Schriftwechsel zu sichten. Nachdem zunächst überhaupt kei Rad-, Fußweg geplant war, hat der Gemeinderat ja nun zumindest einen Rad-,Fußweg zwischen den Wasserauffangbecken der Autobahnbrücke zugestanden. Dieser Weg würde allerdings ein zweimaliges Queren der Straße erfordern und dadurch - vor allem für Kinder - die Gefährdung nur verlagern. Die Gruppe will dazu machbare Alternativen entwickeln und an die Stadt herantragen.

Die Lärmgruppe verfügt seit einigen Tagen über ein Lärmmessgerät und die ersten nächtlichen Messungen wurden auch bereits durchgeführt. Wir wollen versuchen an allen Referenzpunkten des Planfeststellungsverfahrens nächtliche Messungen durchzuführen, vorzugsweise natürlich bei Schönwetter und Ostwind. Sind dabei aber natürlich auf die Bewohner der jeweiligen Häuser angewiesen, diese zu kontaktieren ist unsere nächste Aufgabe. Mit dem Datenmaterial im Rücken werden wir dann versuchen Unterstützung von Seiten der Stadt zu bekommen. Auch die Koordination mit Rutesheim und Weissach, die ebenfalls nicht bereit sind die neue Lärmsituation widerstandslos hinzunehmen, muss gesucht werden.

Unsere Forderungen, die wir dem Regierungspräsidium bereits schriftlich vorgelegt haben, sind
1. Geschwindigkeitsbegrenzung auf max. 100 km/h als Sofortmaßnahme
2. Lärmsanierung der Wasserbachtalbrücke
3. Aufforstung des Lärmschutzwalls als zusätzliche Lärmschutzmaßnahme

Ich denke, alle Anwesenden haben durch die Veranstaltung neue Impulse bekommen und wenn wir am Ball bleiben, dann haben wir auch Aussicht auf Erfolg.